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Strom
aus Wind ist umweltfreundlich, aber der Wind ist wankelmütig:
Ihre Unzuverlässigkeit ist einer der Gründe,
warum wir nicht mehr Windenergie nutzen. Energietechniker
der RUB haben jetzt ein Konzept entwickelt, das dem
Windstrom seine Launen abgewöhnt.
Spätestens wenn in ein paar Jahrzehnten die fossilen
Brennstoffe so weit aufgebraucht sind, dass Energie
für viele zum unbezahlbaren Luxus wird, werden
wir mehr erneuerbare Energien nutzen müssen. Für
Deutschland bietet sich der Strom aus Windkraft am ehesten
an; in der Nordsee ist bereits ein Offshore-Windpark
im Bau, der 20 Gigawatt Leistung bringen soll. Weil
der Wind aber nicht immer weht, wenn er sollte, sehen
derzeitige Planungen noch einmal die gleiche Leistung
aus Atomkraftwerken vor, die einspringen, wenn der Bedarf
die aktuell produzierte Energie übersteigt. Diese
doppelte Investition wäre nicht nötig, beweist
Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis. Man müsste
bloß die überschüssige Energie, die
die Windenergieanlagen in der Nordsee produzieren, wenn
sie keiner braucht, zwischenspeichern und abrufen, wenn
der Bedarf größer ist.
Als Speichermedium dient das Wasser: Mit der überschüssigen
Energie lassen sich große Pumpen antreiben, die
riesige Mengen Wasser bergauf in Staubecken pumpen.
Eine ideale Landschaft dafür fand Sourkounis etwa
im Harz, wo er lange lehrte. In den Staubecken kann
das Wasser so lange bleiben, bis Energie gebraucht wird.
Dann könnte man es wieder bergab fließen
lassen, wobei es Turbinen antreibt, die wiederum Strom
erzeugen. Für den Ausgleich kurzfristiger Spannungsschwankungen
im Windstrom sieht sein Konzept z.B. Schwungräder
vor, die von kurzen Energie-Hochs angetrieben und bei
kleinen Tiefs abgebremst werden, wobei sie wiederum
Energie abgeben. Diese Methode wird z.B. im S-Bahnnetz
schon lange genutzt.
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