Welt im Wandel
Globaler Wandel spielt sich nicht nur auf den Märkten ab, er betrifft nicht allein die Umwelt oder die durch den internationalen Terrorismus bedrohte Sicherheit der Staaten. In einer mehr und mehr „zusammenrückenden Welt“ können auch Kultur und Gesellschaft nicht unbeeinflusst bleiben.
Doch wie wirkt sich die Globalisierung etwa auf Bildung, Sprache, Literatur oder die Religionen aus? Geht mit dem Globalen Wandel auch ein Wertewandel einher? Vor allem Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler sind hier gefragt.
An der Ruhr-Universität gibt es in diesen Fächern zum Thema „Global-Change“ bereits eine Reihe von Forschungsinitiativen. Sie lassen sich fünf Themenfeldern zuordnen:
- Dialektik von Religion und Säkularisierung in der modernen Welt
- Universalisierung und Partikularisierung: Konstruktion semantischer Räume in kulturellen Umbruchphasen
- Krisenbewältigung und Zukunftssicherung im globalen Wandel
- Governance als Gestaltung von Globalisierungsfolgen in Unternehmen und Märkten
- Soziokulturelle Konstruktion von Gesundheit/Krankheit und ihr ökonomisches und technisches Umfeld im globalen Wandel.
Diese Schwerpunkte bilden einen Fundus, aus dem heraus sich derzeit unter Einwerbung von Drittmitteln ein weiteres Forschungsprofil der Ruhr-Universität formiert – die Global-Change-Forschung in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.
Auf diesem Weg voran geht seit 2005 die Forschergruppe „Transformation der Religion in der Moderne. Religion und Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. Darin untersuchen Theologen, Historiker und Soziologen die Wechselwirkung von Religiosität und gesellschaftlichem Wandel und deren Abhängigkeit von Urbanisierungsprozessen, von Veränderungen im Bildungssystem oder im Konsumverhalten. |