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Bildmontage Forschung an der RUB

Die offene Fakultät

Das Gehirn ist zu kompliziert, um es mit den Forschungstraditionen und Methoden einer einzigen akademischen Disziplin zu verstehen. So begann die Hirnforschung in der Biologie mit der Hirn- und Verhaltensforschung bei Tieren, setzte sich in der Biochemie mit der Aufklärung der molekularen Prozesse fort. Die klinische Komponente lieferte die Medizin und die  Psychologie steuerte die verhaltensexperimentelle Forschung kognitiver Prozesse bei, während Mathematiker, Physiker und Ingenieure die Modellierung einbrachten und die künstliche Intelligenz erforschen. So bildete sich Schritt für Schritt ein neuer Forschungszweig heraus – die Neurowissenschaften.

Es liegt es auf der Hand, dass die Ruhr-Universität mit ihrem breiten Fächerspektrum beste Voraussetzungen mitbringt, um sich auf einem solchen Gebiet zu profilieren. An der Ruhr-Universität setzte diese Entwicklung Anfang den 80er Jahre ein: Der Sonderforschungsbereich „Bionach“ (Biologische Nachrichtenverarbeitung) legte das Fundament für eine interdisziplinäre neurowissenschaftliche Struktur, die heute den ganzen Campus sowie die Kliniken umfasst. In den 90er Jahren folgten die Forschergruppe NEUROVISION und der gleichnamige SFB. Das Graduiertenkolleg KOGNET (Kognition, Gehirn und Netzwerke) schuf 1991 bis 2000 erstmals eine Plattform für die interdisziplinäre neurowissenschaftliche Doktorandenausbildung, die sich im Graduiertenkolleg „Entwicklung und Plastizität des Nervensystems“ fortsetzt. Mit der „International Graduate School for Neuroscience“ (IGSN) hat sich nun endgültig eine „offene  Fakultät“ für Neurowissenschaften mit eigenem Promotionsrecht zum „PhD of Neuroscience“ an der Ruhr-Universität etabliert.  

Gemeinsame Lehre, gemeinsame Forschung und gemeinsame Publikationen gehören ganz selbstverständlich zum interdisziplinären Alltag. Den Erfolg bestätigen etwa die Publikationen der Bochumer Neurowissenschaftler, die nach Analyse des Instituts für Essential Science Indicators (ESI) seit 2001 zu dem „Top 1 %“ der weltweit am meisten zitierten neurowissenschaftlichen Arbeiten gehören.

 

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Letzte Änderung: 12.05.2009  | Impressum | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik