Wie schützt man IT System gegen bösartige Manipulationen, wie das nicht autorisierte Lesen von e-Mails, Computerviren oder Identitätsdiebstahl?
Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien hatte solch einen aussergewöhnlichen Erfolg in den letzten drei Jahrzehnten, dass ihre Anwedungen, z. B. das WWW, e-Mail, Mobliltelefone und Computernetzwerke, evolutionäre und revolutionäre Änderungen in der Geschäftwelt und im Privatleben der Bürger verursachten. Da sich immer mehr Branchen in unseren modernen Gesellschaft auf digitale Informations- und Kommunikationssysteme verlassen, kommt der Forschung im Bereich IT Sicherheit eine besondere Bedeutung zu. Weiterhin gibt es einen immer wichtiger werdenden politischen Aspekt der IT Sicherheit, insbesondere in Bezug auf Schutz des eigenen Landes gegen Informationskriegführung und digitalen Datendiebstahl.
Um die brennenden Fragestellungen in einem ganzheitlichen Ansatz anzugehen wurde die Forschungsexpertise auf dem Gebiet der IT Sicherheit an der Ruhr-Universtität unter dem Dach des Horst Görtz Instituts zusammengefasst. Dieses wurde in 2002 mit grosser finanzieller Unterstützung der privaten Horst-Görtz Stiftung (über 5 Mio Euro), sowie der EU und der Landesregierung NRW gründet. Das HGI ist mittlerweile zu einem der grössten Forschungszentren auf dem Gebiet der IT Sicherheit in Europa geworden.
Das HGI umfasst Arbeitsgruppen der Fakultäten Elektro- und Informationstechnik, Mathematik und Rechtswissenschaften und deckt nahezu alle Bereiche in der modernen IT Sicherheit ab, insbesondere eingebettete Sicherheit, theoretische und angewandte Kryptografie, Sicherheit in mobile und festen Netzen und Schutz digitaler Inhalte. Es ist Mitbegründer von ECRYPT, dem European Network of Excellence in Cryptography. |